Die Verbindung zum Fisch


Wir geben in jeder Saison viel Geld für neue Ruten und Rollen aus. Alles wohl überlegt und penibel ausgewählt. Dann noch eine neue Fliegenschnur mit der jeder olympische Weiten werfen kann

( versprechen die Marketingspezialisten ) .

Beim Vorfach, der einzigen Verbindung zwischen Fischer und Fisch wird dann meistens geknausert.

Dabei ist aber gerade dieser unscheinbare Ausrüstungsgegenstand meist für den Erfolg entscheident. Ich persöhnlich verwende seit Jahren Vorfächer von STROFT. Und hier bevorzuge ich die Produktreihe GTM.  Warum?


Dieses Material hat eine sehr gute Zugfestigkeit, lässt sich gut knoten, ist geschmeidig, robust gegen mechanische Belastungen, in den Durchmessern gut abgestuft und nicht zu labrig. Ausserdem ist es preiswert und die 25 Meter Tippetspulen lassen sich in jeder Ausrüstung verstauen.

Wichtig scheint mir zu sein , dass das Materiial nicht schon einige Jahre alt ist. Fragen Sie  diesbezüglich ihren Händler.

Zum Vorfachdurchmesser:

Die in unseren Breiten hauptsächlich gefischten Ruten dürften den Klassen 3-6 entsprechen. Da würde ich ein Vorfach mit 0,16 Millimeter empfehlen. Dieser Durchmesser bringt in der GTM-Reihe eine Zugfestigkeit von 3,00 Kilogramm. 3 Kilo hört sich nach nicht besonders viel an , ist in der Praxis aber verdammt viel !

Um zu verdeutlichen was dieser Wert in der Praxis bedeutet schlage ich ihnen einen kleinen Versuch vor : Füllen sie in einen Eimer 3 Liter Wasser, binden sie das Vorfach Ihrer Fliegenausrüstung an den Henkel des Eimers und versuchen Sie nun mit der Fliegenrute den Eimer hochzuheben.


Aber Vorsicht : die Rute könnte bei diesem Versuch brechen !

Ich persöhnlich verwende fast immer 0,14mm . Das ist - da ich hauptsächlich lange und sogar überlange Ruten verwende - der ideale Durchmesser. Die lineare Zugfestigkeit ist vollkommen ausreichend, die Geschmeidigkeit gut ,die Abrolleigenschaften ebenso.

Wichtig scheint mir zu sein, dass der Knoten absolut sorgfältig gebunden wurde. Als Universalknoten verwende ich fast immer den Clinch-Knoten - allerdings meist  nur einmal geschlauft.

Um die Beweglichkeit des Köders ( Nymphe oder Streamer ) zu erhöhen kann man den NonSlip - Mono-Loop oder den Perfection Loop binden. Ich verwende zur Erhöhung der Beweglichkeit, speziell beim Nymphen oder Streamerfischen, den MICRO SNAP von der Fa. Mustad und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.


Wer sich mehr über das Thema Knoten informieren will: BLINKER und FliegenFischen haben zu diesem Thema kleine Heftchen aufgelegt die Sie im Verrlag oder im Fachhandel meist kostenlos erwerben können.



Fluorocarbon ?


Aus meiner zugegebenermaßen sicher nicht objektiven Sicht würde ich sagen: Braucht man nicht .

 Was bringt mich zu dieser Auffassung: die Tragkraft ist deutlich geringer, ebenso die Geschmeidigkeit. Der Preis ist etwa 4 mal so hoch wie bei GTM und das hochgepriesene Thema unsichtbarkeit ist relativiert nur mehr weniger sichtbar.

Ich bin aus Erfahrung sowieso der Meinung, dass dem Thema sichtigkeit zuviel Bedeutung zukommt. Wenn der Fisch fressen will spielt das Thema etwa mehr oder weniger Sichtigkeit keine Rolle.









 

 

 

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