Blog August

Letzt Woche hatte Winni mit zwei großen Fischen bei fünf Würfen außerordentliches Glück.

Heute morgen waren eigentlich fast ideale Verhältnisse um dies zu wiederholen: Niedriges Wasser, klar, leicht bewölkt und nur ab und an minimaler Wind aus Westen.

Selbe Strecke wie vergangenen Sonntag. Ergebnis: Auf einer Strecke von annähernd 2,5 Kilometer ist nur ein einziger Fisch zu sehen. Sehr wenig. Selbst Kormorane und Haubentaucher, die normalerweise sehr häufig in dieser Strecke anzutreffen sind machen sich rar. Ist ja aus der Sicht von Haubentaucher und Kormoran verständlich: Warum hier jagen wenn keine Nahrung hier ist.

Gelegentlich sind kleine Trupps von Brutfischen zu sehen. Ob dies allerdings die Zukunft sichert wage ich zu bezweifeln.  

 

2. und 3. Augustwoche

 

Wir waren nun in den letzten Wochen einige male am Wasser. Es ist teilweise unerträglich heiß.Extremes Niedrigasser, Wassertemperaturen teilweise über 22 Grad.enorm große und äußerst dichte Zonen mit Wasserpflanzen. Alles was das Fischen nicht sonderlich attraktiv macht. Und was enorm demotivierend ist, die Fische sind sehr rar.  Trotzdem gelang es Winni am Finkenstein ( Biitenbrunn Donau aufwärts ) ein brauchbares Aitel zu fangen. Hier sind teilweise auch kleine Trupps von Brutfischen zu sehen. 

 

 

Der Finkenstein ist fast immer für einen oder auch mehrere Fische gut. So auch diesesmal . Winni konnte trotz der Hitze und des beengten Rückraumes ein passables Aitel fangen.

 

Einige Tage später war ich solo unterwegs. Unter der Woche ist man dann fast alleine am Wasser, keine Jogger, sehr wenige Radler und eine himmlische Ruhe. Ich war in der Riedensheimer Strecke unterwegs. Kein nennenswerter Fisch, einige Brutfische in Ufernähe, ansonsten : Nichts. Etwas demotiviert trat ich den Rückweg an. Und plötzlich sah ich einen riesigen Schwarm Graskarpfen ( es waren sicher weit mehr als 50 Fische ) lang die Donau aufwärts ziehen. Irgend Etwas hat sie dann erschreckt,sie flohen dann schlagartig stromabwärts. Die Wellen die diese teilweise mehr als 20 Kilo schweren Fische dabei erzeugten waren beeindruckend. Dann war der Spuk auch schon wieder vorbei.So etwas hatte ich in den fast 5 Jahrzehnten die ich nun fische noch nicht erlebt. Die Beute an diesem Tag: Ein Rotauge.   

 

30. August

 

Winni hat Probleme mit dem Knie und schont sich heute etwas. Also trabe ich alleine los. Ziel: Strecke Riedensheim . 

Kein Wind, fast ideale Verhältnisse für einen guten Tag. Nach einigen hundert Metern machen sich die ersten Karpfen am gegenüberliegenden Ufer durch Sprünge bemerkbar. Und eine deutlich sichtbare Dreckfahne zeigt an, dass hier Nahrung aufgenommen wird.  

Dann jedoch die Ernüchterung: Kein Fisch aber jede Menge Algen auf den nächsten Kilometern. Erst kurz vor Ende der Strecke sind dann doch noch vereinzelt kleine Aitel am Ufer zu sehen. Wo kleine sind, müssten doch auch größere sein?  

Und sie sind auch da, teiweise in erstaunlicher Größe. Hier an dieser schmalen Stelle hatte auch Winni diesen denkwürdigen Tag mit dem herrlichen Schuppenkarpfen. Ich kann den ersten Döbel dieses Tages fangen. Das Geplätscher während des Drills verscheucht zwar die Anderen, aber im Laufe der folgenden Stunde kann ich noch zwei weitere fangen.

Ich sende Winni noch eine kleine Videobotschaft und mache mich dann auf den Rückweg.

Und da sehe ich sie dann wieder: Riesige Graskarpfen in sehr großen Rudeln. Dazwischen Karpfen und große Aitel. Sie sind also doch da.Wenn auch nicht exakt an den Stellen an denen wir sie in den vergangenen Jahren beobachten konnten.

Anmerkung: Ein Großteil der Stercke ist derzeit nicht befischbar da anscheinend begünstigt durch die hohen Temperaturen die Algen fast einen geschlossenen Teppich bilden. Das ist nicht schön , aber wir werden uns daran gewöhnen müssen. 

 

 

 

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